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In 12 Wochen eine neue Sprache lernen?-Der Selbsttest

In 12 Wochen eine neue Sprache lernen

Haben Sie auch 100 Vorsätze für das neue Jahr? Wissen aber nicht womit Sie anfangen sollen? Eine neue Sprache zu lernen könnte eines dieser Vorsätze sein. Eventuell haben Sie auch deshalb auf diesen Artikel geklickt. Nun seit geräumiger Zeit möchte ich eine neue Sprache lernen-diese ist koreanisch! Wie Sie vielleicht bereits wahrgenommen habe, ist diese Seite zum Teil auch auf Koreanisch verfasst. Um aber die Artikel meines Partners richtig zu verstehen, will ich genauso gut sprechen wie ein Muttersprachler. Dream Big!

Nun als Person mit einem mehrsprachigen Hintergrund, weiß ich aus Erfahrung, dass eine Sprache zu lernen ziemlich schwer sein kann. Doch einmal als Ziel gesetzt, wird man den Gedanken nicht mehr los die „XY“ Sprache zu lernen. Aber wo soll man anfangen? Wie soll man denn eine agglutinierende Sprache (zum Beispiel koreanisch) lernen, wenn sie von der indogermanischen Sprachen(Deutsch und Englisch) und Turksprachen (türkisch und kurdisch) so unterschiedlich ist. Selbst die Logografie zu verinnerlichen ist ein großer Schritt. Man muss sich einen Plan machen und Grenzen setzten, um dem Lernaufwand etwas entgegenzukommen.

Bin ich für Sprachen kompetent genug?

Wieso können einige Menschen eine Sprache so schnell und intensiv lernen aber andere haben selbst mit dem Englisch aus der Schule noch Schwierigkeiten? Eine Studie , veröffentlicht von der Society for Neuroscience vedeutlicht, dass die in unserem Gehirn existierenden individuellen Verschaltungen unseren Erfolg beim Sprachenlernen mitbestimmen. Die Studie verwendet die funktionelle Magnetresonanztomografie im Ruhezustand bei Englischsprechern, die an einem 12-wöchigen Intensivkurs zum Erlernen der französischen Sprache teilgenommen hatten. Die beteiligten Forscher haben dafür die Gehirne der Teilnehmer vor und nach dem Intensivkurs gescannt. Dabei fanden sie heraus, dass die funktionelle Konnektivität vor dem Training in zwei verschiedenen Sprachsubnetzwerken stark mit dem Lernerfolg in zwei verschiedenen Sprachfertigkeiten korrelierte: lexikalischer Abruf bei spontaner Sprache und Lesegeschwindigkeit. Die Ergebnisse legen nahe, dass die menschliche Fähigkeit, eine zweite Sprache zu erlernen, durch die intrinsische funktionelle Konnektivität innerhalb des Sprachnetzwerks einer Person vorhergesagt werden kann. Also die Verbindungen zwischen Hirnarealen, die beim Sprechen und Lesen beteiligt sind, waren bei den Teilnehmern stärker, die sich beim Lernen leichter taten. Somit kann dies bedeuten, dass einige Menschen bessere kognitive Voraussetzungen fürs Sprachenlernen haben. Andererseits könnte das auch bedeuten, dass man sich das Lernen nicht schwer machen sollte.

So lautet die Herangehensweise: Einfaches lernen. So etwas wie einfaches lernen gibt funktioniert nicht, wenn man sich jedes Mal selbst dazu zwingen und überreden muss. Deshalb ist es in erster Linie wichtig, nicht nur eine effiziente, sondern auch lustbringende Methodik zu finden. Aber eines der wichtigsten Triebeffekte ist es die Sprache auch wirklich lernen zu wollen. Dazu gibt es unterschiedliche Anregungen, für die einen mag es die Karriere oder die Familie des Partners sein (wenn man die Schwiegereltern nicht versteht, wird es schwer sich verständlich zu machen und zu erklären, weshalb ihr(e) Sohn/Tochter die große Liebe ist). Für andere wiederum kann der Grund die Kultur, Geschichte, Politik, Musik und Kunst eines Sprachraumes sein. Oder, weil man auch einfach mal eine Abwechslung und Herausforderung braucht.

Die Lernmethode

Abendkurse, Sprachferien im Ausland, Apps, Unterhaltungen mit dem Tandempartner, Arbeiten im Ausland, Intensivkurse – es gibt so viele Methoden und Möglichkeiten, eine Fremdsprache zu lernen. Welche am besten passt, muss in einem weiteren Schritt herausgefunden werden.

Selbsttest: Der Plan

Für mein Selbstexperiment wähle ich eine Methode, welche es mir erlaubt finanziell und zeitlich flexibel zulernen. An einem Sprachkurs kann ich nicht teilnehmen und muss daher auf das Selbststudium zurückgreifen. Bei der Suche einer Methodik kann eine Orientierung an die folgenden Lerntypen vorteilhaft sein:

  • visuelle Lerntyp: Lernen mit Karteikarten, Skizzen, Diagrammen und Mindmaps
  • motorische Lerntyp: Wörtersteine etc.
  • kommunikative Lerntyp: Lernen mit einem Tandempartner (Sprachpartner) oder Lerngruppen
  • auditive Lerntyp: Podcast, Hörbücher, Filme, Musik etc.

Ein weiterer Tipp an dieser Stelle ist, auf Google die Vokabeln für das eigene Sprachniveau zu suchen. Es gibt auf mehreren Seiten frei zugängliche Listen an Vokabeln. Topik hat dazu eine Liste mit 6000 Wörtern veröffentlicht. Somit folge ich dem Lerninhalt der Bücher und stelle mir einen wöchentlichen Plan und ein Karteikasten mit Vokabeln auf.

Der Wochenplan

Da ich mir als Ziel gesetzt habe in 12 Wochen koreanisch sprechen zu können, muss ich mir aber auch ein Sprachniveau aussuchen. Von A1 (Basis) bis C1 und C2 (Muttersprachler) kann man eine Einstufung auf Basis von Sprachprüfungen, welche das Sprachniveau bestimmt, absolvieren. Das Ziel ist somit nach 12 Wochen ein Niveau von A2 zu erreichen. Hier treffe ich auf die erste Schwierigkeit, da ich bei einem A2 Sprachniveau bestenfalls mit einem klein Kind kommunizieren kann. Doch wenn ich in einem Jahr alle 12 Wochen ein neues Sprachniveau erreiche, kann ich am Ende dieses Jahres voraussichtlich das Sprachniveau B2 und C1 erreichen. Somit bringt dies mich dazu in einem Jahr eine Sprache auf Muttersprachen Niveau gelernt zu haben

Die Vokabeln müssen auf die 12 Wochen aufgeteilt werden. Dazu nutze ich ein Karteikartensystem mit 5 Fächern. In das erste Fach kommen neue zu lernende Karteikarten, in das zweite Fach werden die Karteikarten aus dem 1. Fach landen, nachdem sie gelernt wurden. Das 1. Fach muss somit täglich geleert werden und das 2. Fach alle zwei Tage neu überprüft. Die Vokabeln im 3. Fach werden pro Wochen und die im 4. Fach alle zwei Wochen überprüft. In dem letzten Fach landen somit alle Karten die gelernt wurden und dieses Fach wird in einem Monat erneut überprüft.

Die Niveaustufen des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (GER) gibt für jede Stufe eine gewisse Zahl an Wortschätzen an. Für ein Sprachniveau von A2 sind 1100 Wörter angegeben. Wenn ich diese Zahl auf 12 Wochen verteile, müsste ich pro Woche etwa 100 Vokabeln lernen. Die Sogang Lernbücher haben 6 Lektionen mit etwa über 200 Wörtern pro Lektion. Die 6 Lektionen werden auf 12 Wochen verteilt. Die Grammatik Übungen und 200 Vokabeln aus einer Lektion werden somit auf 2 Wochen verteilt gelernt. Dies ermöglicht einen zeitlich entspannten Lernplan, da ich pro Tag etwa 15 Vokabeln lernen kann und im Anschluss eine Grammatik Übung aus dem Übungsbuch bearbeiten.

Wie viel Zeit pro Woche?

Dieser Plan bringt mich zur Frage, wie viel Zeit pro Woche und Pro Tag habe ich? Nun wenn ich jeden Tag 15 Vokabeln lernen will, muss ich dafür mindestens 30 Minuten Zeit investieren und noch eine Übung aus dem Lernbuch dazu wird daraus schnell 1 Stunde. Man könnte natürlich auch 5 Stunden oder nur 15 Minuten pro Tag lernen aber, um eine Routine aufzubauen, trage ich mir jeden Tag 1 Stunde koreanisch lernen auf den Wochenplan. Aber wann? Viele arbeiten von Morgens bis Nachmittags oder nehmen an Vorlesungen teil. Nachmittags will man sich entspannen und dann um 18 oder 19 Uhr steht das Abendessen an. Was mich persönlich dazu bringt, mein Zeitfenster auf 19 bis 20 Uhr zu setzten.

Mit diesem Lernplan starte ich nun die erste Woche des Selbsttestes. Pro Woche wird ein neues Update in Form eines weiteren Artikels erscheinen, in welchem ich von Erfolgen und Misserfolgen berichte und die Einsichten einer täglichen Routine teilen werden.

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